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Schlüsselprotein für Lebenserwartung und gesundes Altern identifiziert

Eine neue Studie zeigt die bedeutende Rolle des Immunrezeptors CD300f bei der Bestimmung der Lebenserwartung und des gesunden Alterns bei Mäusen. Das Fehlen dieses Proteins in Zellen des Immunsystems, insbesondere in Makrophagen und Mikroglia, führt zu einer kürzeren Lebensspanne und zu Pathologien, die mit kognitivem Verfall und vorzeitigem Altern zusammenhängen, wobei die Auswirkungen bei weiblichen Tieren stärker ausgeprägt sind.

Diese Entdeckung ist für das Verständnis des Alterungsprozesses von entscheidender Bedeutung und könnte Strategien für den gezielten Einsatz von CD300f in der Biomedizin aufzeigen und möglicherweise als Biomarker bei Patienten dienen. Die Forschung zielt auch darauf ab, die Rolle dieses Immunrezeptors bei der Gehirnalterung und seine mögliche Verbindung zur Alzheimer-Krankheit zu untersuchen.

Bestimmung der Lebenserwartung und des gesunden Alterns bei Mäusen.

Wichtige Fakten:

  • Mäuse, denen der Immunrezeptor CD300f fehlt, zeigen vorzeitige Alterungserscheinungen und kognitive Pathologien.

  • Die Langzeitbeobachtung der Tiere im Rahmen der Studie bietet ein realistisches Bild der Alterungsprozesse ohne beschleunigte Alterungsmodelle.


Die Forschungsergebnisse könnten zu neuen Erkenntnissen über den Zusammenhang zwischen der Dysfunktion des Immunsystems, dem Altern und der Alzheimer-Krankheit führen.



Die Lebenserwartung und das gesunde Altern von Mäusen kann durch ein Protein bestimmt werden, das in einigen Zellen des Immunsystems vorhanden ist, so eine in der Zeitschrift Cell Reports veröffentlichte Studie.


Wenn dieses Protein - der Immunrezeptor CD300f - fehlt, haben die Tiermodelle eine kürzere Lebenserwartung und leiden an Krankheiten, die mit kognitivem Verfall und vorzeitiger Alterung verbunden sind, insbesondere bei weiblichen Tieren.


"Unsere Studie deutet darauf hin, dass Veränderungen in den Zellen des Immunsystems, z. B. in Makrophagen und Mikroglia, den Grad des gesunden Alterns bei Mäusen bestimmen können", erklärt Hugo Peluffo, Leiter dieser Studie und Mitglied der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften und des Instituts für

Neurowissenschaften (UBneuro) der Universität von Barcelona.

Zu verstehen, wie der Immunrezeptor CD300f - und die myeloischen Zellen des Immunsystems - selbst die Geschwindigkeit des Auftretens von altersbedingten Krankheiten bestimmen können, "wird helfen, diesen Prozess besser zu verstehen, und es wird zur Entwicklung von Strategien zur Regulierung seiner Wirkung beitragen. Zum Beispiel kann der Immunrezeptor CD300f als Ziel in der Biomedizin verwendet werden", so der Experte. "Außerdem hat unser Team schon früher gezeigt, dass einige Varianten des Immunrezeptors CD300f als Biomarker bei Patienten nützlich sein könnten".


An der Studie, deren Erstautorin die Expertin Frances Evans (Institut Pasteur und Udelar) ist, waren unter anderem auch Teams des Molecular Imaging Uruguayan Center (CUDIM) beteiligt.


Welche Rolle spielt dieser Rezeptor bei der Alterung?

Der CD300f-Rezeptor ist ein Protein, das von Zellen des Immunsystems exprimiert wird und den Zellstoffwechsel und Entzündungen moduliert. Diese Studie liefert den ersten Beweis für seine Rolle bei den Prozessen im Zusammenhang mit Alterung und Seneszenz.


"Wir entdeckten insbesondere, dass Mäuse, denen der Immunrezeptor CD300f fehlte, vorzeitig einige mit dem Altern verbundene Pathologien (kognitive Defizite, motorische Inkoordination, Tumore usw.) und sogar Schäden in mehreren Organen wie dem Gehirn, der Leber oder der Lunge entwickelten. Außerdem haben wir eine bedeutende Auswirkung auf Frauen beobachtet, die am meisten betroffen sind", sagt Hugo Peluffo.

Die Studie basiert auf einer detaillierten Beobachtung mehrerer Tierkohorten über einen Zeitraum von dreißig Monaten, eine methodische Neuerung, die es den Forschern ermöglichte, den realen Alterungsprozess bei diesen Tieren zu beobachten, ohne Modelle des beschleunigten Alterns zu verwenden, die einen Prozess, der notwendigerweise eine allmähliche Anhäufung von Veränderungen mit dem Alter beinhaltet, nicht vollständig abbilden.

Immunrezeptoren und die Alzheimer-Krankheit

Der Forscher weist darauf hin, dass "das Ziel darin besteht, die Folgen der Funktionsstörung des Immunrezeptors CD300f auf die Alterung des Gehirns, insbesondere auf die Mikroglia, weiter zu untersuchen".


In diesem Sinne hat ein von Professor Hugo Peluffo geleitetes Projekt zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Alterung und Alzheimer-Krankheit gerade eines der Alzheimer-Forschungsstipendien der Stiftung Pasqual Maragall erhalten. Dabei wird untersucht, wie Immunzellen im Nervensystem, die so genannten Mikroglia, den Alterungsprozess und den späten Ausbruch der Alzheimer-Krankheit beeinflussen.

"In diesem von der Stiftung Pasqual Maragall finanzierten Projekt werden wir die mögliche Rolle dieses Immunrezeptors bei der Alzheimer-Krankheit untersuchen", sagt der Forscher.


Über diese Forschungsnachricht zu Alterung und Langlebigkeit

Autorin: Rosa Martínez

Quelle: Universität von Barcelona

Kontakt: Rosa Martínez - Universität Barcelona


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